

Im Sommer gaben sich Valeria und Felix hoch oben auf dem Chäserrugg das Ja-Wort – mitten in der Natur, über den Wolken und ganz fokussiert auf das, was zählt. Der Tag startete wie aus dem Bilderbuch: milde Temperaturen, weiches Licht und eine Kulisse aus Weite und Himmel. Kurz vor der Trauung kippte die Lage jedoch innert Minuten. Dichter Nebel zog auf, Wind und Regen setzten ein, dazu Blitz und Donner. Die geplante Zeremonie im Freien war nicht mehr realisierbar.
Was für viele ein klassischer Störfaktor im Ablauf wäre, wurde für die beiden zur stärksten Szene des Tages. Ohne Hektik, mit spürbarer Gelassenheit und einer Prise Humor verlegten sie die Trauung spontan nach innen. Plötzlich entstand ein Rahmen, der nicht inszeniert wirkte, sondern echt: ruhig, intim, emotional – und dadurch umso eindrücklicher. Draussen umhüllte der Nebel den Berg und verstärkte dieses Gefühl, als würde die Welt kurz pausieren.
Das reduzierte Design, natürliche Farbtöne und die florale Linie griffen diese Haltung konsequent auf: zurückhaltend, aber mit Tiefe. Während draussen das Wetter grollte, wurde drinnen gelacht, geweint und später ausgelassen gefeiert. Der Tag zeigte, dass nicht Kontrolle den Moment trägt, sondern Vertrauen. Und dass genau das Unvorhersehbare oft das Wesentliche sichtbar macht: Nähe, Verbindung und ein klares Ja zum Augenblick.
Fotografie: Julie Troxler
Location: Chaeserrugg
Blumen & Deko: The Rosalie
Hochzeitskleid: Grace Love Lace
Hochzeitsanzug: Jucan
Hair & Make-up: Sarah Schöb























































